Fasching im Mittelalter: Die verkehrte Welt
- Carmen Heller

- vor 5 Tagen
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Der Fasching war im Mittelalter weit mehr als ein ausgelassenes Fest. Als fest verankerter Bestandteil des Jahreslaufs erlaubte er für kurze Zeit Überschreitung, Maskierung und Umkehr, bevor mit der Fastenzeit Ordnung und Maß wieder Einzug hielten. Ein kulturhistorischer Blick auf Bedeutungen, Figuren und Bräuche.
Inhalt:
Fasching im mittelalterlichen Jahreslauf
Der Fasching war im Mittelalter fest im Jahreslauf verankert und gehörte zum Frühjahrsfestkreis. Er lag unmittelbar vor der kirchlichen Fastenzeit und markierte eine klar definierte Übergangsphase zwischen Überfluss und Verzicht. Diese zeitliche Einbindung ist für das Verständnis des Faschings zentral. Er stand innerhalb eines religiös und sozial strukturierten Kalenders, der Phasen der Enthaltsamkeit ebenso vorsah wie Zeiten bewusst zugelassener Ausnahmen.
Der mittelalterliche Kalender folgte einem rhythmischen Zeitverständnis. Arbeit und Ruhe, Fest und Fasten, Überschuss und Mangel wechselten einander ab. Der Fasching bildete den letzten Abschnitt vor einer längeren Phase der Selbstdisziplin. Noch einmal waren reichliches Essen, Trinken, Tanz und Geselligkeit erlaubt, bevor mit dem Aschermittwoch eine neue Ordnung einsetzte. Gerade die zeitliche Begrenzung machte diese Tage gesellschaftlich akzeptabel.
Als Schwellenzeit eröffnete der Fasching besondere Freiräume. Normen konnten infrage gestellt, Rollen vertauscht und Kritik in spielerischer Form geäußert werden. Diese Freiräume blieben jedoch klar begrenzt. Mit Beginn der Fastenzeit endete der Ausnahmezustand abrupt. Ordnung, Maß und religiöse Verpflichtung traten wieder in den Vordergrund. Der Fasching war damit als Teil eines Systems wirksam, das zeitlich begrenzte Überschreitungen zuließ und regelte.

Begriffe: Karneval, Fasching, Fastnacht
Die unterschiedlichen Bezeichnungen für den Fasching verweisen auf seine Stellung im kirchlichen Jahreslauf. Alle drei Begriffe kennzeichnen einen Zeitpunkt unmittelbar vor Beginn der Fastenzeit und verweisen auf eine Phase, in der Überfluss an Speise und Trank, Tanz und Geselligkeit noch erlaubt waren.
Der Begriff Karneval wird sprachlich meist auf einen kirchlichen Ausdruck im Zusammenhang mit dem Beginn der Fastenzeit zurückgeführt. Wahrscheinlich liegt ihm das lateinische carnis levamen zugrunde, die Wegnahme des Fleisches. Früh setzte sich daneben eine volkstümliche Deutung durch, die den Ausdruck scherzhaft als carne vale, also „Leb wohl, Fleisch“, verstand. Beide Erklärungen betonen den Abschied von fleischlicher Nahrung und einer Lebensweise, die mit dem Beginn der Fastenzeit unterbrochen wurde. Der Begriff Karneval ist vor allem im romanischen Raum und in städtischen Kontexten verbreitet.
Der Ausdruck Fasching ist im bairisch-österreichischen Raum beheimatet und bereits im Mittelalter belegt. Er erscheint unter anderem in der sogenannten Passauer Weberordnung in der Form vastschang. Ursprünglich bezeichnete das Wort den letzten erlaubten Ausschank vor dem Fasten, den Fastentrunk oder Faß-Schank. Erst in weiterer Folge wurde der Begriff auf die gesamte vorösterliche Festzeit übertragen. In Kärnten überwiegt der Terminus Fasching bereits im Mittelalter und ist spätestens ab dem frühen 14. Jahrhundert nachweisbar.
Der Begriff Fastnacht ist seit etwa 1200 in den urkundlichen Quellen belegt. Gemeint ist der Vorabend vor Beginn der Fastenzeit, konkret der Dienstag vor dem Aschermittwoch. Auch hier steht weniger das Fest als vielmehr der zeitliche Übergang im Mittelpunkt.

Trotz ihrer unterschiedlichen sprachlichen Herkunft stimmen Karneval, Fasching und Fastnacht in ihrem Bedeutungsgehalt überein. Sie bezeichnen eine Schwellenzeit vor der Fastenzeit, in der gesteigerter Lebensgenuss, Maskierung und Ausgelassenheit möglich waren. Diese Verbindung von Lustbarkeit und zeitlicher Begrenzung bildet eine zentrale Grundlage des Faschings im mittelalterlichen Kontext.
Die verkehrte Welt
Im mittelalterlichen Fasching verschoben sich für kurze Zeit vertraute Ordnungen. Soziale Hierarchien ließen sich spielerisch umkehren, Rollen, die im Alltag festgelegt waren, gerieten ins Wanken. Diese Vorstellung der verkehrten Welt hatte ihren Ursprung jedoch nicht in ausgelassenen Narrenfesten, sondern entwickelte sich zunächst im religiösen Umfeld.

Bereits im Hochmittelalter kam es innerhalb kirchlicher Gemeinschaften zu ritualisierten Rollentauschen, bei denen niedere Kleriker die Ämter höherer Geistlicher übernahmen, bis hin zur symbolischen Einsetzung eines Pseudopapstes. In manchen Regionen wurde am 28. Dezember, dem Tag der Unschuldigen Kinder, ein Kinderbischof gewählt. Prozessionen zogen durch Stadt und Ort, an denen die gesamte Bevölkerung beteiligt war. Wie konfliktreich diese Umkehr wahrgenommen werden konnte, zeigt eine Beschwerde aus dem Jahr 1249, in der sich Mönche und der Abt des Klosters Prüfening bei Regensburg bei Papst Innozenz IV. darüber beklagten, dass junge Kleriker und Scholaren alljährlich zu Weihnachten einen Kinderbischof bestimmten, Masken trugen, derbe Späße trieben und sogar ins Kloster eindrangen, wo sie Mönche und Hausgenossen respektlos behandelten.
Diese Umkehr war als Ausnahme gedacht und blieb zeitlich begrenzt. Sie machte Spannungen sichtbar, ohne sie dauerhaft aufzulösen. Gerade weil allen Beteiligten bewusst war, dass dieser Zustand enden würde, konnte er geduldet werden. Mit dem Beginn der Fastenzeit kehrten die gewohnten Regeln zurück, und die Ordnung setzte sich erneut durch.
Masken und Verkleidung im Fasching
Die mittelalterliche Fastnacht wurde im kirchlichen Denken häufig im Licht der augustinischen Zwei-Staaten-Lehre gedeutet. Den Tagen der Fastnacht ordnete man die civitas diaboli, den Teufelsstaat, zu, während die anschließende Fastenzeit als civitas Dei, als Gottesstaat, verstanden wurde. Von den Kanzeln herab wurde diese Gegenüberstellung deutlich benannt. Die Fastnacht galt als Zeitraum, in dem sich die sündhafte, irdische Welt selbst vor Augen führte. Unordnung, Maßlosigkeit, Begierde, Sexualität und derbe Komik hatten darin ihren Platz, gerade weil sie dem kommenden Ideal von Buße und Enthaltsamkeit entgegengesetzt waren.

Diese Deutung führte dazu, dass die Fastnacht als zeitlich begrenzter Freiraum bewusst geduldet wurde. Indem man das Reich des Teufels sichtbar machte, sollte die Notwendigkeit der Fastenzeit umso eindringlicher vor Augen treten. Der Übergang von der einen in die andere Sphäre war dabei entscheidend. Die Ordnung wurde nicht aufgehoben, sondern durch ihre zeitweilige Umkehr bestätigt.
VeSeit dem frühen 15. Jahrhundert ist belegt, dass sich die Akteure der Fastnacht zunehmend verkleideten oder vollständig vermummten. Dabei entwickelte sich ein Figurenrepertoire, das stark von Negativgestalten geprägt war. Diese Verkleidungen spiegeln das kirchliche Verständnis der Fastnacht als Inszenierung einer gottesfernen Welt wider. Besonders häufig begegnen in den Quellen Teufelsfiguren, die einzeln oder in Gruppen durch die Orte zogen. Daneben traten Gestalten wie der Wilde Mann, Tierverkleidungen oder das Alte Weib, das meist von Männern dargestellt wurde und gezielt Spott hervorrief.

Auch gesellschaftlich marginalisierte Gruppen wurden in der Fastnacht karikiert. Bauern, Fremde oder religiöse Minderheiten dienten als Projektionsflächen für Normverletzungen und Überzeichnungen. Tiermasken spielten ebenfalls eine Rolle, allen voran der Bär, dem in der mittelalterlichen Lasterlehre bestimmte Eigenschaften und Sünden zugeschrieben wurden. In all diesen Figuren zeigte sich eine Welt, die bewusst außerhalb der göttlichen Ordnung verortet wurde.
Viele der verwendeten Masken und Kostüme stammten ursprünglich nicht aus dem Fastnachtsbrauch selbst. Sie wurden für geistliche Schauspiele, Prozessionen und religiöse Aufführungen angefertigt, in denen neben Heilsgeschichten auch die Mächte der Hölle dargestellt wurden. In den Sakristeien und Requisitenkammern der Kirchen lagerte daher ein reiches Arsenal an Dämonenmasken, auf das die Akteure der Fastnacht mit Genehmigung der geistlichen und weltlichen Obrigkeit zurückgreifen konnten.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erhielt der Teufel als prägende Maskenfigur jedoch zunehmend Konkurrenz. Eine andere Gestalt trat stärker in den Vordergrund und sollte das Bild der Fastnacht nachhaltig prägen: der Narr.
Der Narr als ambivalente Figur des Faschings
Der Narr ist eine der ambivalentesten Figuren des mittelalterlichen Faschings. Er steht nicht nur für Ausgelassenheit oder Spott, sondern bewegt sich an einer Grenze, die religiös, moralisch und existenziell aufgeladen ist. Seine Wurzeln reichen tief in theologische Deutungsmuster hinein, in denen Narrheit nicht als bloßer Mangel an Vernunft verstanden wurde, sondern als bewusste Abkehr von göttlicher Ordnung.

In der christlichen Tradition begegnet der Narr als Gegenbild zum gläubigen Menschen. Bereits der 52. Psalm formuliert diese Haltung mit dem Satz „Non est Deus“ – es gibt keinen Gott –, gesprochen vom Narren. Damit wird er zur Figur der Gottesferne, der Ignoranz gegenüber göttlicher Wahrheit. Diese Nähe zur Sünde verbindet den Narren mit weiteren Grenzgestalten des mittelalterlichen Weltbildes, insbesondere mit Tod und Teufel.
Im Spätmittelalter verschärfte sich diese Verbindung. Unter dem Eindruck von Seuchen, Hungersnöten und einer wachsenden Angst vor dem Tod wandelte sich das Bild des Teufels vom abstrakten Sinnbild des Bösen zu einer konkret erfahrbaren Bedrohung. Tod und Teufel wurden häufig gleichgesetzt, beide galten als sichtbare Zeichen menschlicher Verfehlung. In dieser Vorstellungswelt nahm der Narr eine besondere Stellung ein. Er verkörperte die Abkehr von Ordnung, Maß und Vernunft und wurde so zum Spiegel einer Welt, die aus den Fugen geraten war.
Diese Denkweise findet ihren deutlichsten Ausdruck in den Bildern der Hölle, die im Mittelalter als verkehrte Welt gedacht wurde. Dort erfahren die Sünder eine spiegelnde Strafe: Der Wucherer verschlingt Gold, der Maßlose frisst Unrat, der Lustvolle wird selbst Objekt der Begierde. Der Narr steht in dieser Bildsprache nicht außerhalb des Geschehens, sondern mitten darin. Seine Lächerlichkeit verweist auf eine tiefere Wahrheit über menschliche Schwäche, Übermaß und Vergänglichkeit.
Gerade deshalb ist der Narr im Fasching mehr als eine komische Figur. Er hält der Gesellschaft einen Spiegel vor, in dem Ordnung und Chaos, Glaube und Zweifel, Leben und Tod zugleich sichtbar werden. Seine Freiheit ist zeitlich begrenzt, seine Rolle an den Ausnahmezustand gebunden. Doch innerhalb dieses Rahmens darf er aussprechen, was sonst verborgen bleibt. Der Narr lacht, aber sein Lachen ist brüchig. Es erinnert daran, dass die Grenze zwischen Spiel und Ernst, zwischen Diesseits und Jenseits, jederzeit überschritten werden kann.
Faschingsbräuche in Kärnten
Der Fasching ist in Kärnten bereits im Mittelalter gut belegt. Erste deutschsprachige Nennungen finden sich 1259 für Friesach, der heute gebräuchliche Begriff Fasching ist spätestens ab 1305 nachweisbar und setzte sich in Kärnten früh gegenüber anderen Bezeichnungen durch.
Zu den prägenden Bräuchen gehörten Handlungen zum Austreiben des Winters. Beim Bärentreiben in Steuerberg steht der Bär als Sinnbild von Winter und Naturkraft im Mittelpunkt. Seine symbolische Tötung und Wiederkehr verweisen auf den Übergang zu neuem Leben. Ähnlich deutet das Schneebauen in Sörg diesen Übergang, wenn ein Pflug, gezogen von als Ochsen verkleideten Burschen, symbolisch die Erde für die kommende Saat öffnet.
Schriftliche Quellen berichten vom Fasching meist dort, wo es zu Konflikten kam. Ein früher Beleg aus dem Jahr 1483 zeigt, dass Maskenspiele in Kirchen und auf Friedhöfen untersagt wurden. Solche Verbote richteten sich weniger gegen den Fasching selbst als gegen seine Ausbreitung in sakrale Räume. Auch spätere Rats- und Gerichtsakten belegen närrische Verkleidungen, Streiche und unerlaubte Tänze, die immer wieder obrigkeitliches Eingreifen erforderlich machten.
Im ländlichen Raum spielten Rügebräuche wie das Blochziehen eine wichtige Rolle. Ursprünglich dienten sie der öffentlichen Aushandlung sozialer Normen, insbesondere rund um Heirat. Im 19. Jahrhundert wandelten sich diese Bräuche zunehmend zu gemeinschaftlichen Festen und verloren ihren strafenden Charakter.
Ein ausgeprägt städtischer Fasching entwickelte sich in Kärnten erst ab dem frühen 19. Jahrhundert. Er orientierte sich an Wiener und italienischen Vorbildern und verlagerte den Schwerpunkt auf Maskenbälle, Redouten und gesellige Veranstaltungen.

Essen und Trinken im Fasching
Essen und Trinken nahmen im Fasching eine zentrale Rolle ein. Die Tage vor Beginn der Fastenzeit galten als letzte Gelegenheit, noch einmal aus dem Vollen zu schöpfen. Üppige, fettreiche Speisen standen im Mittelpunkt und bildeten einen bewussten Gegenpol zum bevorstehenden Verzicht. Der Fasching war damit auch kulinarisch eine Zeit der Überschreitung.
Typisch waren Speisen, die reich an Fett, Fleisch und Zucker waren. In Kärnten gehören dazu bis heute Krapfen, die nicht nur als Festgebäck, sondern auch als Gabe an Hausgemeinschaften und Bedürftige eine soziale Funktion erfüllten. Ebenso verbreitet waren Specknudeln, in denen die letzten Vorräte an Geselchtem und Speck verarbeitet wurden, besonders im Gurk- und Metnitztal. Solche Gerichte dienten dazu, verderbliche Lebensmittel aufzubrauchen und zugleich noch einmal ein kräftiges Mahl zu genießen.

Auch der Heringssalat hatte bereits in der Faschingszeit seinen Platz. Er verweist auf den nahenden Übergang zur Fastenzeit und steht für eine Küche, die zwischen Überfluss und Vorbereitung auf den Verzicht vermittelt. In vielen Familien markierten diese Speisen den Abschluss der närrischen Tage.
Essen und Trinken waren im Fasching damit weit mehr als bloße Begleiterscheinungen. Sie machten den Übergang zur Fastenzeit sinnlich erfahrbar und verbanden Gemeinschaft, Festlichkeit und Ordnung in einer letzten Phase des Genusses.
Das Ende des Faschings
So wie der Fasching klar begrenzt begann, war auch sein Ende deutlich markiert. Mit dem Übergang zum Aschermittwoch endete der Ausnahmezustand abrupt. Die Zeit der Maskierung, der Umkehr und des Überflusses wich einer Phase der Ordnung, der Enthaltsamkeit und religiösen Disziplin. Rituale wie das symbolische Begraben oder Verbrennen des Faschings, das in vielen Regionen belegt ist, machten diesen Übergang sichtbar. Der Fasching wurde dabei personifiziert und aus dem öffentlichen Raum entfernt.
Diese Handlungen verdeutlichen, dass der Fasching nicht als unkontrolliertes Ausbrechen aus der Ordnung gedacht war. Gerade sein bewusst inszeniertes Ende machte ihn gesellschaftlich tragfähig. Die Rückkehr zur Fastenzeit stellte die gewohnte Ordnung wieder her und verlieh den vorausgehenden Tagen im Rückblick ihre Bedeutung.

Fasching zwischen Mittelalter und Gegenwart
Der Fasching im Mittelalter war fest im religiösen und sozialen Jahreslauf verankert. Er markierte eine klar begrenzte Übergangszeit vor der Fastenzeit, in der Überschreitung erlaubt war, solange sie zeitlich geregelt blieb. Maskierung, Rollentausch, Spott und Übermaß folgten dabei keinen zufälligen Impulsen, sondern festen kulturellen Mustern. Sie machten soziale Spannungen sichtbar, ohne die bestehende Ordnung dauerhaft infrage zu stellen.
Viele dieser Strukturen wirken bis heute nach, auch wenn sich Formen und Bedeutungen verändert haben. Der Narr erscheint nicht mehr als Grenzfigur zwischen Tod und Teufel, doch Spott und Verkleidung gehören weiterhin zum Fasching. Masken sind geblieben, selbst wenn ihr ursprünglicher Bedeutungsgehalt oft nur noch in Ansätzen präsent ist. Auch kulinarische Traditionen wie Krapfen oder deftige Faschingsspeisen erinnern an den einstigen Übergang vom Überfluss zum Verzicht.
Der Blick auf den mittelalterlichen Fasching hilft, heutige Bräuche historisch einzuordnen. Er zeigt, dass Fasching nie bloß Unterhaltung war, sondern Teil eines Systems, das Ausnahme und Ordnung miteinander verband. Gerade in dieser Verbindung liegt seine historische Bedeutung und erklärt, warum viele Elemente der närrischen Zeit bis heute Bestand haben.
Quellen und Literatur
Johannes Grabmayer (Hrsg.): Das Königreich der Narren. Fasching im Mittelalter. BEITRÄGE DER AKADEMIE FRIESACH, 9.-11. November 2007 (=Schriftenreihe der Akademie Friesach, Neue Folge 1), Klagenfurt 2007.
Aus diesem Sammelband habe ich folgende Aufsätze zitiert und als inhaltliche Grundlage des Blogartikels herangezogen:
Andreas Ahammer: „mit fleischessen und volsauffen“. Geschichte des Faschings in Kärnten.
Christian Domenig: Fasching – Fastnacht – Karneval. Zur Etymologie der Namen und zum Zeitraum des Narrenfestes.
Leander Petzold: Fastnacht, Fasching, Karneval.
Werner Mezger: Närrische Gesellschaften und ihre Quasi-Reiche
Harry Kühnel: Fastnacht. In: Lexikon des Mittelalters, DTV-Ausgabe, Bd. IV, hrsg. von Norbert Angermann u. a., München 2002, Sp. 313f.
Über die Autorin
Carmen Heller ist Historikerin und Kulturvermittlerin mit Schwerpunkt auf mittelalterlicher Geschichte, Alltagskultur und regionalem Brauchtum. Sie lebt und arbeitet in Friesach in Kärnten und ist als staatlich geprüfte Fremdenführerin tätig. In ihren Texten verbindet sie wissenschaftlich fundierte Recherche mit verständlicher, erzählerischer Vermittlung.



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